Don, 14. Juli 2005 Heinsberger Nachrichten
Versammlung der WASG in Wegberg-Beeck gemeinsam mit PDS-Mitgliedern
Kreis Heinsberg. Auf einen „harten, aber fairen Wahlkampf“ setzt die von der Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG) nominierte Bundestagskandidatin Christa Frohn aus Wassenberg, die bei den voraussichtlich am 18. September stattfindenden Wahlen für die „Linkspartei“, das Wahlbündnis von WASG und PDS, antreten soll.
Mitte der 90er Jahre habe sie sich als Parteilose in ihrer Geburtsstadt Würselen bei den Grünen engagiert, stellte sich Christa Frohn am Dienstagabend bei einer WASG-Versammlung, zu der auch die PDS-Mitglieder aus dem Kreisgebiet eingeladen waren, in der Gaststätte „Flachse“ in Wegberg-Beeck vor. Leider hätten die Grünen, seit sie als Koalitionspartner in der Regierungsverantwortung seien, ihr Profil verloren und seien zum Wasserträger der SPD mutiert. Mit wachsendem Unmut habe sie den massiven Sozialabbau unter der rot-grünen Regierung und die Angleichung der neoliberalen politischen Konzepte der etablierten Parteien beobachtet.
Christa Frohn (49 Jahre alt, verheiratet, gelernte Sekretärin, seit 16 Jahren Hausfrau und Mutter von vier Kindern), deren besonderes Interesse den Bereichen Familie, Bildung, Arbeit und Soziales gilt, zeigte sich davon überzeugt, dass viele Bürger auf eine echte Wahlalternative gewartet hätten: „Jetzt ist sie da!“
Am Vorabend der Beecker Versammlung hatten sich jeweils drei Vertreter von WASG (31 Mitglieder; Kreisvorsitzender: Wolfram Steinhage) und PDS (8 Mitglieder; Kreisvorsitzender: Luis Blanco Lorenzo) im Kreis Heinsberg zu einem Gespräch getroffen. Wie der PDS-Vorsitzende bestätigte, habe man sich dabei darauf verständigt, dass die PDS ihrerseits auf eine Kandidatenaufstellung im Kreis Heinsberg verzichten werde. Die WASG-Kandidatin soll sich nun also für die „Linkspartei“ um Erststimmen bewerben. Bei einem Landesparteitag der PDS Ende dieses Monats in Essen soll die Reserveliste des Wahlbündnisses aufgestellt werden – unter Berücksichtigung von WASG-Kandidaten. Dann will sich auch Christa Frohn um einen Platz auf der Reserveliste bemühen.
Über einen möglichen offiziellen Zusammenschluss von WASG und PDS zu einer neuen Partei – auch auf Kreisebene – soll erst zu einem späteren Zeitpunkt beraten und entschieden werden.
Für die Wahlkampfleitung wurden – neben der Kandidatin und stellvertretenden WASG-Kreisvorsitzenden Christa Frohn – am Dienstagabend Marianne Ebersold, Udo Kreutz und Anja Schultz aus Reihen der WASG sowie Luis Blanco Lorenzo von der PDS benannt. (disch)