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3. Juli 2007

„Unsere neue Partei mit Leben füllen“ Kreisverband Die Linke formiert sich nach Fusion

Dienstag, 3. Juli 2007 Heinsberger Nachrichten

Kreis Heinsberg. Auf Bundesebene sind WASG und PDS Mitte Juni zur neuen Partei „Die Linke“ fusioniert. Auf Kreisebene wollen die bisher rund 65 Mitglieder der beiden ehemaligen Parteien dieser Entwicklung so schnell wie möglich Rechnung tragen. Bei ihrer ersten Versammlung in Wassenberg beschlossen sie, voraussichtlich am 27. September einen gemeinsamen Vorstand zu wählen und eine Satzung für den Kreisverband zu verabschieden.
Der Sprecher des Übergangsvorstandes, Andreas Heidrich, forderte die Gründungsmitglieder dazu auf, „alles dafür zu tun, um diese unsere neue Partei mit Leben zu füllen“. Und weiter: „Durch diesen Zusammenschluss haben wir die reelle Chance, aktiv die politischen Entscheidungen der Regierung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land zu beeinflussen.“ Die Linke betreibe eine Politik, bei der der Mensch im Vordergrund stehe und nicht der Profit einiger weniger, so Heidrich. Politisches Ziel sei der „demokratische Sozialismus“ durch die „Überwindung des jetzigen kapitalistischen Systems“. Schatzmeister Helmut Laubmeyer nannte unter anderem die Abschaffung von Hartz IV und die Abkehr von einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit als konkrete Vorhaben. „Klare linke Politik vor Ort in den Kommunen“ zu machen sei eine Herausforderung, sagte Laubmeyer. „Wir alle haben Träume.“ Im Vordergrund müsse nun stehen, die Aufbruchsstimmung des Bundesparteitages in die einzelnen Verbände zu tragen. Klar abgrenzen wolle man sich von „Kräften im Land, die sich als links bezeichnen und gleichzeitig ihre Seele verkaufen“, so Laubmeyer weiter.
Bevor der Kreisverband in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen will, sollen bis zur konstituierenden Versammlung im September Ideen für Aktionen gesammelt werden. Wie der Vorstand berichtete, pflegt die Linke bereits eine Kooperation mit der Sozialistischen Partei (SP) aus den Niederlanden. Gemeinsam setze man sich für den Erhalt des vom Abriss bedrohten Klosters St. Ludwig nahe Rothenbach im Grenzgebiet ein, so SP-Mitglied Joos Frijsing. (val)