Mi, 11. Feb. 2009 Heinsberger Zeitung / Nachrichten
Siegfried Otto führt Reserveliste in Erkelenz an
Erkelenz. Die Linke in Erkelenz bereitet sich auf die bevorstehende Kommunalwahl vor. Als Wahlziel in Erkelenz nannte der Vorsitzende Siegfried Otto bei der Mitgliederversammlung, „in Fraktionsstärke“ in den Rat einzuziehen. Zwei bis drei Mandate seien „durchaus realistisch“.
Schwierig erwies es sich im Vorfeld der Nominierung, alle 22 Wahlbezirke in Erkelenz mit Direktkandidaten zu besetzen. So blieben einige Wahlbezirke noch unbesetzt, was sich jedoch bis zur Wahl ändern werde, wie Otto versicherte. Auf die Kür eines Bürgermeisterkandidaten verzichtete die Linke.
Die Linke in Erkelenz wurde im November 2007 gegründet und hat derzeit rund 25 aktive Mitglieder. Die Partei sehe sich als Vertreter der Menschen, die von den anderen Parteien „nicht vergessen wurden, sondern ignoriert werden“, erklärte Otto bei der Vorstellung des Wahlprogramms. So fordert die Linke die kostenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, der Büchereien und Schwimmbäder ebenso wie kostenlose Mahlzeiten an Schulen und in Kindergärten. Darüber hinaus fordern die Linken eine weitere Gesamtschule im Nordkreis. Im Falle eines Einzugs in den Rat versprach er Transparenz der Ratsarbeit und Förderung der Mitbestimmung der Bürger durch Bürgerentscheide. Die Arbeit der Tafeln und das Engagement der Mitarbeiter lobte Otto, jedoch sei es „eine Gewissensberuhigung für eine fehlgeleitete Sozialpolitik“.
Die Reserveliste wird von Siegfried Otto angeführt. Auf Platz zwei folgt Anja Schultz. Der Kandidat für den dritten Platz wird auf der nächsten Mitgliederversammlung nachgewählt. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen Udo Thelen, Andreas Schultz, Ernst Manstein, Manuela Studtberg, Dieter Studtberg, Manfred Brüter und Vera Sandkühler. (hewi)