Do, 16. Jul. 2009 Heinsberger Nachrichten
Das komplette politische Spektrum ist bei der Kommunalwahl in Erkelenz vertreten. Wahlausschuss stimmt allen Vorschlägen zu.
Erkelenz. Da kommt eine Menge Arbeit auf die Wahlhelfer in Erkelenz zu bei der Kommunalwahl am 30. August: Für das Amt des Bürgermeisters bewerben sich gleich sechs Kandidaten, für den Stadtrat treten die Vertreter von elf Parteien und Vereinigungen an. Nachdem sie tagsüber schon in den Wahllokalen für den ordnungsgemäßen Ablauf der Stimmabgabe verantwortlich sind, müssen die Helfer nach Schließung der Wahlurnen ab 18 Uhr die Stimmen zählen und versuchen, bei der Vielfalt den Überblick zu behalten. Zu allem Überfluss ist auch noch der als Wahlleiter bestimmte Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen schwer erkrankt und fällt für unbestimmte Zeit aus. An seiner Stelle fungiert sein Stellvertreter, der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Lurweg leitete auch die Sitzung des Wahlausschusses, bei der über die eingereichten Vorschläge abgestimmt wurde.
Keinerlei Bedenken gab es bei den Bewerbern für das Bürgermeisteramt. Amtsinhaber Peter Jansen tritt als Kandidat der CDU an. Die SPD schickt Astrid Wolters ins Rennen. Für die Bündnisgrünen kandidiert erneut Christel Honold-Ziegahn. Ratserfahrung hat Heinrich Schablitzky, der wieder für die Demokratische Initiative Heinsberg (DIHS) ins Rennen geht. Werner Engels, bei der letzten Kommunalwahl Einzelbewerber für ein Ratsmandat und für das Bürgermeisteramt, tritt wieder als Einzelbewerber für das höchste Amt in der Stadt an. Sechster im Bunde ist Holger Wilke (NPD). Die FDP verzichtet dieses Mal auf einen eigenen Kandidaten. Anders als noch 2004 wird es keine Stichwahl mehr geben.
Bereits in der zu Ende gehenden Wahlperiode herrschte eine bunte Vielfalt im Erkelenzer Stadtrat: CDU, SPD, Bündnisgrüne, Bürgerpartei, FDP, Freie Wähler - UWG, Republikaner und DIHS waren mit Sitz und Stimme vertreten. Zu diesen acht Parteien und Vereinigungen kommen nunmehr drei weitere hinzu, die das komplette Spektrum der Politik abdecken. NPD, Die Linke und die Wählergemeinschaft „Für Erkelenz“ stellen sich ebenfalls zur Wahl. Bis auf die von Engels angeführte Wählergemeinschaft werden von allen anderen Parteien und Vereinigungen alle 22 Wahlbezirke mit Direktkandidaten besetzt. „Für Erkelenz“ konnte bis zur Meldefrist nur für sechs Wahlbezirke und die Reserveliste die erforderliche Anzahl der Unterstützungsunterschriften vorlegen.
Nach der Prüfung durch das Wahlamt empfahl Lurweg dem Wahlausschuss die Zustimmung der Wahlvorschläge, was einstimmig geschah. (kl)