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23. April 2010

Jugend bereitet Debatte vor

Regionale Politiker stellen sich den Argumenten Jugendlicher: Nächste Woche ist die Aula des Gymnasiums
Schauplatz lebhafter Debatten, im Blick haben alle Beteiligten die NRW-Wahl am 9. Mai.
VON ANKE BACKHAUS

hückelhoven ?Ich habe mich sehr intensiv mit der Position der  Linken zu diesem Thema beschäftigt und dazu viele Informationen gesammelt.? Domenik Flesch ist 18 Jahre alt und bereitet sich am Berufskolleg Erkelenz auf das Wirtschaftsabitur vor, das er in zwei Jahren ?baut?. Zurzeit steht aber auch das Thema Energie im Mittelpunkt seines Interesses. Das gehört nicht dem täglichen Stundenplan der Schule an, vielmehr nimmt der Schüler nächste Woche Donnerstag am Wettbewerb ?Jugend debattiert? teil: In der Aula des Hückelhovener Gymnasiums trifft er auf Olaf Renner (?Die  Linke?), beide debattieren über die Frage: ?Soll die Energieversorgung in NRW verstaatlicht werden??


Flesch ist regelmäßiger RP-Leser, daher fiel es ihm nicht schwer, den Einstieg in die politisch geprägte Unterrichtsreihe zu finden. ?Es gibt Menschen, die treffen Entscheidungen in der Stadt, im Land, im Bund. Darum ist auch die NRW-Wahl wichtig. Ohne die Wahl funktioniert die Demokratie nicht?, erklärt der Wassenberger. Und so darf sich Olaf Renner auf eine interessante Debatte gefasst machen. ?Dabei gibt es klare Regeln wie Respekt, Höflichkeit oder auch Zuhören?, sagt Guido Rütten. Der Lehrer des Gymnasiums Hückelhoven ist mit der Koordination der Debatte nächste Woche beschäftigt.


Kontakte zu den Schülern sowie zu den Kandidaten Dr. Gerd Hachen (CDU), René Stegemann (FDP), Dr. Ruth Seidl (Grüne), Ulla Meurer (SPD) und Olaf Renner (?Die  Linke?) mussten geknüpft werden, um die Debatte nächsten Donnerstag in Gang zu bekommen.


Die Politiker zeigen sich begeistert vom politischen Interesse der Jugendlichen, derweil sagt Rütten aber auch: ?Nicht jeder Schüler ist mit dem Thema Politik zu erreichen. Diese Schüler spiegeln aber auch die Gesellschaft wider. Andere Schüler wiederum sind in den Jugendorganisationen der Parteien aktiv. Durch ,Jugend debattiert? fördern wir das politische Bewusstsein der jungen Leute.?


Laut Rütten würdigen auch die Eltern das Projekt, das den Erkenntnisgewinn ihrer Sprösslinge fördert. ?Den Schülern wird schrittweise klar, was Politik bedeutet?, sagt Rütten, der sich über das Engagement der Schüler freut. Nächste Woche werden zu fünf unterschiedlichen Positionen (darunter Bildungsthemen) keine Kampfdebatten, vielmehr kritische Auseinandersetzungen und klare Argumentationen gefragt sein.


Daran arbeitet auch Domenik Flesch. ?Ich hoffe, meinem Gegenüber damit Paroli bieten zu können?, sagt er. Auch dafür wird er weiterhin die RP lesen.

 

- /ANKE BACKHAUS

Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Erkelenz
Ausgabe: Nr.94
Datum: Freitag, den 23. April 2010
Seite: Nr.12

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