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23. April 2010

Thema LANDTAGSWAHL * Gegen jeglichen Extremismus

Christian Peters bewirbt sich für die FDP um ein Landtagsmandat. Sein Ziel: Eine Regierungsbeteiligung der  Linken in NRW verhindern. Privat zeigt sich der 32-Jährige als Karnevals-Fan: Er tanzt in der Funkengarde der EKG.
VON STEFAN CLAASSEN

erkelenz Mit 32 Jahren ist Christian Peters der jüngste Kandidat, der sich im Nordkreis um ein Landtagsmandat bewirbt. Allerdings hat er schon reichlich kommunalpolitische Erfahrungen sammeln können, unter anderem als Erkelenzer Stadtverbandsvorsitzender und Ratsherr. Seit vorigem Jahr sitzt er für die Liberalen im Kreistag. Trotzdem: Für eine erfolgreiche Landtagskandidatur wird?s nicht reichen, dafür ist die FDP zu schwach im Kreis. Das ist auch Peters klar, aber: ?Nur weil ich keine Chance habe, in den Landtag einzuziehen, heißt das ja nicht, der Partei nicht helfen zu können.?


Und wobei er helfen will, definiert Peters, der von sich selbst sagt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, deutlich: ?Ich bin gegen Extremismus jeglicher Art und möchte nicht von Linksextremen regiert werden.? Und die  Linke, in deren Reihen sich Staatsfeinde befänden, sei extrem. Der SPD wirft er vor, dieser Partei keine klare Absage zu erteilen.


Seinen Einstieg in die aktive politische Arbeit fand Peters, der heute im Erkelenzer Marienviertel wohnt, aber gebürtiger Baaler ist, gleich vor der Haustür: Nach dem schweren Verkehrsunfall, bei dem vor zehn Jahren an der L 117 ein Mädchen den Tod fand, setzte sich Peters für den Radweg entlang der Landstraße zwischen Lövenich und Baal ein. Was treibt einen damals 23-Jährigen, fast zehn Jahre in dieser Sache am Ball zu bleiben? Die große Zustimmung und die Unterstützung vieler - auch aus anderen Parteien - und besonders durch den Lövenicher Alwin Nagel hätten ihn immer wieder ermuntert, einen langen Atem zu haben: ?Je mehr Leute an einer solchen Sache arbeiten, desto besser?, sagt Peters. ?Als ich dieses Jahr dann die Bagger gesehen habe, hab? ich mich gefreut wie ein kleines Kind.?


Motivierend sei aber auch ein Erlebnis ganz zu Anfang der Bemühungen um den Radweg gewesen. Beim Sammeln von Unterschriften habe er eine Frau gefragt, ob sie denn von dem schlimmen Unfall wisse. Ja, habe sie gesagt, sie sei die Mutter des Mädchens. Und sie fände es gut, dass sich jemand für den Radweg einsetzt. Das sporne an, sagt Peters.


Neben der Politik hat der Industriekaufmann, der zusammen mit seiner Freundin Sandra Gierlings lebt, noch ein anderes Steckenpferd: Er ist aktives Mitglied der Traditionellen Funkengarde der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft und nicht nur dort dem Karneval und Feiern zugeneigt.


Sportlich ist er über seine Freundin zum Volleyball gekommen. Allerdings, so räumt er schmunzelnd ein, muss er noch tüchtig trainieren, um an ihr Können heranzukommen. Ausdauer sei dort ebenso gefragt wie in der Politik.


Bisherige Berichte zur Landtagswahl im Internet unter:


www.rp-online.de/erkelenz

 

- /STEFAN CLAASSEN

Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Erkelenz
Ausgabe: Nr.94
Datum: Freitag, den 23. April 2010
Seite: Nr.10

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