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18. September 2009

Die marktradikalen Konzepte haben abgewirtschaftet

Fr, 18. Sep. 2009
Heinsberger Nachrichten / Lokales / Seite 14

Im Vorfeld der Wahl: Fragen an Direktkandidaten aus dem Kreis Heinsberg. Heute antwortet: Christa Frohn (Die Linke).

Kreis Heinsberg. Mit der Erststimme wird bei der Bundestagswahl am 27. September der Wahlkreisabgeordnete gewählt. Im Vorfeld der Wahl stellte Regionalredakteur Dieter Schuhmachers Direktkandidaten aus dem Kreis Heinsberg Fragen. Heute antwortet: Christa Frohn (Die Linke), Sekretärin aus Wassenberg.

Die Bundestagswahl steht am 27. September auf dem Terminkalender. Sie treten erneut als Direktkandidat der Partei Die Linke im Wahlkreis Heinsberg an. Warum sollten die Bürger ausgerechnet Ihnen die Erststimme geben?
Frohn: Als Kandidatin der Partei Die Linke trete ich an als Vertreterin der einzigen wirklichen Oppositionspartei. Ich setze mich ein für einen grundlegenden Politikwechsel.

Welches ist aus Ihrer Sicht denn das wichtigste Argument, warum Ihrer Partei, Die Linke, die Zweitstimme gebühren sollte?<//span> Frohn: Die marktradikalen Konzepte der etablierten Parteien haben abgewirtschaftet: Deregulierung, Privatisierung, die rigide Beschneidung von Arbeitnehmerrechten und die Begünstigung der Wirtschaft zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger haben dazu geführt, dass die soziale Schieflage unübersehbar geworden ist und die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Im Falle eines Wahlsieges der dafür verantwortlichen Parteien wird sich diese Entwicklung beschleunigt fortsetzen. Nur die Stärkung der einzigen wirklichen Oppositionspartei kann diesen Trend stoppen. Es gilt: Je stärker Die Linke, desto sozialer das Land!

Welches Thema steht auf Ihrer politischen Agenda für die Bundespolitik an allererster Stelle, sprich: Was wollen Sie als erstes „an­packen“ und ändern?<//span> Frohn: Der Slogan „Wir zahlen nicht für eure Krise“ bringt es auf den Punkt: Es darf nicht sein, dass diejenigen, die durch ihre Gier und Verantwortungslosigkeit die Krise mit ausgelöst haben, mit dem „goldenen Handschlag“ in die nächste Chefetage verabschiedet werden, während die Bürgerinnen und Bürger die Zeche zahlen sollen. Es muss daher eine angemessene Besteuerung der Einkommens- und Vermögensstarken geben, um so zu gewährleisten, dass der gezielt ausgehungerte Staat wieder in die Lage versetzt ist, seine ur­eigensten Aufgaben im Dienst der Bürgerinnen und Bürger in vollem Umfang wahrzunehmen.

Zu Ihren Zielsetzungen: Welche Werte erhoffen Sie sich am 27. September – im Kreis für Sie selbst bei den Erststimmen und für Ihre Partei bei den Zweitstimmen, aber auch, was das Abschneiden der Linken bundesweit angeht?<//span> Frohn: Bundesweit rechne ich mit einem Ergebnis im zweistelligen Bereich. Auf Kreisebene hoffe ich auf ein Ergebnis deutlich über fünf Prozent. Ich würde mir wünschen, dass gerade die Nichtwählerinnen und Nichtwähler bei dieser richtungweisenden Wahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und ein Zeichen setzen.

Sie wollen den Kreis Heinsberg im Deutschen Bundestag vertreten. Wir möchten Ihre Kreativität auf die Probe stellen: Wenn Sie für den Kreis Heinsberg werben sollten, in welchem Slogan würden Sie die Vorteile des Kreises möglichst prägnant zusammenfassen?<//span> Frohn: Vielleicht so: Tief im Westen und doch mittendrin. Der Kreis Heinsberg – eine Region im Aufbruch.<//span><//span>