Wassenberg (aha) ´Es wird schwierig´, sagt Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens angesichts der unklaren Perspektiven nach der Landtagswahl. Er bedauert die ´bittere Niederlage´ von Jürgen Rüttgers und seiner Regierung, die alles in allem gute Politik für die Kommunen gemacht habe. Viele Leute hätten die Landesregierung wohl vor dem Hintergrund der Griechenlandkrise stellvertretend für die Regierungskoalition in Berlin abgestraft, schätzt Winkens.
´Natürlich wäre mir eine große Koalition im Land lieber als Rot-Rot-Grün´, sagt der CDU-Politiker zu den nun möglichen Regierungskonstellationen. Es geht ihm dabei vor allem um die Kontinuität der Landesförderung für die Stadtkernsanierung. Auch vor dem Hintergrund der Perspektiven für eine zügige Realisierung der B 221n hofft Winkens auf eine große Koalition mit CDU-Gewicht. Winkens verweist auf die Haltung der örtlichen Linken für die Umplanung der Bürgermeistertrasse und die Kritik von Grünen und Umweltverbänden am geplanten Straßenverlauf im Rurtal. Bei einer Regierungskoalition von SPD, Grünen und Linken werde möglicherweise das gesamte Planungspaket wieder zur Diskussion stehen.
Dennoch bleibt Wassenbergs Bürgermeister gelassen, sieht in den neuen Optionen ´keinen Weltuntergang´. Um pointiert hinzuzufügen, dass SPD, Grüne und Linke sich im Wahlkampf ganz besonders die finanzielle Entlastung der gebeutelten Kommunen auf die Fahnen geschrieben hätten. Bei einer möglichen Dreierkoalition müsste Rot-Rot-Grün beweisen, dass diesen Ankündigungen auch Taten folgen.
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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Erkelenz
Ausgabe: Nr.109
Datum: Dienstag, den 11. Mai 2010
Seite: Nr.13