Zurück zur Startseite
21. Mai 2010

Sorgenkind Freizeitbad

hückelhoven (cla) In seinem 15. Betriebsjahr setzte sich der im Vorjahr begonnene Negativtrend bei den Besucherzahlen fort: Kamen im Jahr 2007 noch 76 250 Besucher ins Freizeitbad, waren es 2008 lediglich 64 008, und 2009 nutzten nur noch 55 552 Badegäste dieses Angebot der Stadt. Der Rückgang der Besucherzahlen in den vergangenen beiden Jahren wurde im Fachausschuss von der Verwaltung im Wesentlichen auf die verstärkte Konkurrenzsituation durch die Eröffnung des Parkbades in Wassenberg zurückgeführt. Das hätten auch die zahlreichen Aktionen im vergangenen Jahr nicht ausgleichen können. Hinzu komme der Ganztagsbetrieb an den Grundschulen und zum Teil an den weiterführenden Schulen. Dadurch kämen die Kinder erst gegen 16 Uhr nach Hause und würden das Bad dann nicht mehr besuchen.


Kämmerer und Erster Beigeordneter Helmut Holländer sah keinen Silberstreif am Horizont, denn auch Erkelenz werde ein neues Bad bekommen: ?Das wird uns weitere Besucher kosten.? Wie er weiter sagte, überlege die Verwaltung stetig, wie vor diesem Hintergrund die Kosten gesenkt werden könnten. Dabei müsse man sich auch notgedrungen über die Öffnungszeiten des Bades Gedanken machen: ?Alles muss auf dem Prüfstand bleiben.? Dem Einwurf der  Linken, dass das Hückelhovener Freizeitbad dazu gebaut wurde, die Lebensqualität zu steigern und nicht um damit Geld zu verdienen, entgegnete Kreutzer: ?Das Bad wird nie kostendeckend sein, trotzdem müssen wir über Angebotseinschränkungen nachdenken. Daran führt in der heutigen Haushaltssituation kein Weg vorbei.?

 

-

Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Erkelenz
Ausgabe: Nr.117
Datum: Freitag, den 21. Mai 2010
Seite: Nr.16